Freitag, 29. November 2013

Rote Bete Suppe mit Walnusspesto und Haar vom rothaarigen Engel

In knapp vier Wochen ist Weihnachten. Da in diesem Jahr aus besonderem Anlaß am ersten Weihnachtsfeiertag ein festliches  Menu mit Freunden geplant ist, gilt es rechtzeitig Rezepte auszuprobieren. Fangen wir an mit der Suppe. Rote Bete bieten sich da an, denn ich finde, sie schmecken um diese Jahreszeit am besten. Der Clou an der Suppe ist ein Pesto aus Walnüssen und frischem Ziegenkäse, gewürzt mit Dill. Frische, spanische Walnüsse gibt es gerade in Hülle und Fülle auf dem Markt. Da wir bisher vom Frost verschon blieben, gab es auch noch den letzten frischen Dill aus meinem Kräutergarten.
Das rote Engelshaar ist natürlich nicht das feine Kupferdrahtgespinst, das einst als weihnachtlicher Baumschmuck ein Muß bei jedem geschmückten Christbaum war. Das läge mir und meinen Gästen wohl schwer im Magen. Vielmehr werden hauchdünne Streifen von Rote Beten rasch in Sonnenblumenöl ausgebraten und zieren als weihnachtlicher Schmuck das Walnusspesto.
Was mit gar nicht gelungen ist, sind die Fotos. Wenn die Sonne mein Haus erreicht, steht sie bereits so tief, daß immer Schatten im Bild kommen, ich kann mich drehen wie ich will. Vielleicht wäre die Anschaffung einer Tageslichtbirne für die Wintermonate doch zu überlegen.
Die Rote Bete Suppe hat jedenfalls den Test bestanden und ist es wert, zu einem Festessen serviert zu werden.

Rote Bete Suppe mit Walnusspesto und rotem Engelshaar
1 Bund Rote Bete (circa 800 g)
5 Schalotten
1 Stück Knollensellerie (circa 250 g)
150 ml trockener Weißwein
1/4 l Apfelsaft
750 ml Geflügelbrühe
1 EL Butter
2 Äpfel z.B. Goldparmäne
300 ml Schlagsahne
Rosensalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für das Walnusspesto:
100 g Walnusskerne
1/2 Bund Dill
150 g Ziegenfrischkäse
Zitronensaft
mildes Olivenöl nativ extra der Sorte Koroneiki oder Empeltre
Meersalz und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Für das Engelshaar:
1 mittelgroße Rote Bete Knolle
1 TL Kartoffelstärke
circa 1/2 l Sonnenblumenöl

Schalotten häuten und in feine Würfel schneiden. ote Bete und Sellerieknolle schälen und in kleine Würfel schneiden. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und fein würfeln. Mit Zitronensaft vermischen.

Butter in einem Topf erhitzen. Rote Bete, Sellerie und Schalotten in der heißen Butter unter Rühren 3-4 Minuten anschwitzen. Wein und Apfelsaft angießen und aufkochen lassen. Geflügelbrühe zugießen und zugedeckt circa 30-35 Minuten sanft köcheln. Dann die Apfelwürfel und die Sahne zur Suppe geben und offen noch 10 Minuten köcheln.

Inzwischen für das Peso die Walnüsse grob hacken. Dill mit der Schere kleinschneiden. Ziegenkäse in Stückchen zupfen. Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett 3-4 Minuten anrösten. Walnüsse und Ziegenkäse mit dem Pürierstab grob pürieren. Nicht zu fein pürieren, denn das Pesto sollte eher stückig bleiben. Dill und Olivenöl unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für das Engelshaar die Rote Bete Knolle schälen und in ganz feine Streifen (Julienne) schneiden. Streifen mit Küchenpapier vorsichtig trockentupfen.  Dann mit Stärkemehl bestäuben. Sonnenblumenöl in einer tiefen Pfanne erhitzen. Rote Bete Julienne im heißen Öl rasch knusprig braten. Auf Küchenpapier legen, um das überschüssige Öl zu entfernen.

Rote Bete Suppe mit dem Pürierstab fein pürieren. Durch ein feines Sieb passieren. Mit Rosensalz und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren die Rote Bete Suppe in vorgewärmte Teller füllen. Darauf einen Eßlöffel Walnusspesto geben und mit dem roten Engelshaar dekorieren.











Mittwoch, 20. November 2013

Geht doch: Himmel und Erde ganz andalusisch

Miguel de Cervantes schrieb einst: An deinem Herd bist du genauso ein König wie jeder Monarch auf seinem Thron und ein Sprichwort sagt: Die Königin aller Kochrezepte ist die Phantasie. Also dann lassen wir die Phantasie doch einmal walten für den Blogevent Entstaubte Klassiker, veranstaltet von Julia in ihrem Blog German Abendbrot.
Das traditionelle Gericht Himmel und Erde ist in allerlei Varianten in vielen Regionen Deutschlands schon seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Seinen Namen hat es wohl daher, daß seine Hauptbestandteile Äpfel und Kartoffeln sind. Erstere wachsen bekanntlich in Richtung Himmel, letztere in die Erde hinein, weshalb sie wohl auch Erdäpfel heißen. Zu den Lieblingsgerichten meiner Kindheit gehörte Himmel und Erde nicht gerade, denn ich mochte weder gebratene Blutwurst und schon gar keine gebratenen Zwiebelringe. Zudem war mir das ganze Gericht zu fad und zu fett.
Warum also das klassische deutsche Gericht nicht etwas entstauben und andalusisch verfremden? Dazu habe ich die Äpfel in einem würzigen Sud gekocht, mit Zutaten die in der andalusischen Küche viel verwendet werden: Sherry, Zimt, Safran und Orangenschale. Für den Kartoffelbrei verwendete ich statt Butter mildes Olivenöl und die Zwiebel bekamen durch den mitgebratenen Sternanis ihren Pfiff. Statt der fettigen deutschen Bratwurst nahm ich Merguez, eine eine grobe, kräftig rote und recht scharfe frische Wurst, die eigentlich aus Nordafrika stammt. Zubereitet wird sie aus Lammfleisch. Ihre Würze und Schärfe bekommt die Merguez von den beigefügten Gewürzen wie Harissa, Paprika, roter Pfeffer, Fenchel, Koriander, Cumin, Knoblauch und Zumaque. Letzteres ist eine Pflanze aus der Sumachfamilie, deren Blätter der Merguez die gewisse erwünschte Säure verleihen. Die Merguez darf nur maximal 20% Fett enthalten. Alles passte wunderbar zusammen. Hmmmm meinte der beste aller Testesser, als er das erste Himmel-und-Erde Gericht seines Lebens aß. Andalusisch verfremdet und entstaubt natürlich.....

Himmel und Erde ganz andalusisch
Für den Himmel:
4 Äpfel
150 ml trockener Sherry (Fino)
1 Döschen Safranfäden
1 EL brauner Zucker
1 Zimtstange
1 Stück Orangenschale
1 getrocknete rote Chilischote

Für die Erde:
6-8 mehlig kochende Kartoffeln (circa 800 g)
Orangensalz
mildes Olivenöl nativ extra der Sorte Empeltre oder Koroneiki
Muskat
Und dazu:
1 mittelgroße rote Zwiebel
4 EL Olivenöl
2 Sternanis
8 Merguez (marrokanische pikante Bratwürste aus Lammfleisch)
Koriandergrün oder glatte Petersilie


Safranfäden in Alufolie wickeln und zum Aufwärmen an den Herdrand legen. Dann im Mörser fein zerreiben. Sherry mit Safran, Zucker, Orangenschale, Zimtstange und Chilischote aufkochen und vom Herd nehmen. Drei Äpfel schälen, je nach Größe vierteln oder achteln, entkernen und in den Sud legen. Im Sud bei mittlerer Hitze zugedeckt circa 10-15 Minuten köcheln. Vom Herd nehmen und im Sud warmhalten.

Kartoffeln schälen, halbieren, waschen. In Salzwasser circa 20-25 Minuten kochen. Abgießen und gut ausdämpfen lassen. Olivenöl leicht erwärmen. Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken, dann mit dem Olivenöl glatt rühren und kräftig mit Orangensalz und Muskat abschmecken. Die weichen Apfelspalten mit dem Püree mischen und warmstellen. 


Zwiebel häuten und in feine Ringe schneiden. Bei dem vierten Apfel das Kerngehäuse ausstechen. Den Apfel in Scheiben schneiden. Zwei EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Zwiebelringe und Apfelscheiben im heißen Öl zusammen mit dem Sternanis goldbraun braten.


Merguez im restlichen Olivenöl circa 8-10 Minuten braten.Kartoffelpüree, Apfelscheiben und Zwiebelringe und Merguez auf Tellern anrichten. Mit Koriandergrün bestreuen.


Himmel und Erde (cielo y tierra) una comida típicamente alemana con toque andalu'
Tiene su nombre de las ingredientes princi`pales: las manzanas que crecen hacía el cielo y las patatas que crecen en la tierra.

Para el cielo:
4 manzanas
150 ml Jerez Fino
unas hebras de azafrán
1 c/s de azúcar moreno
1 trocito de piel de naranja
1 rama de canela
1 chili rojo seco
Para la tierra:
6-8 patatas (apr. 800 g) si son harinosas mejor
sal de naranja
nuez moscada
AOVE de la variedad Empeltre o Koroneiki
Y además:
1 cebolla morada
4 c/s AOVE
2 anís estrella
8 Merguez
cilantro y perejil

Llevar el Jerez con el azúcar y las especias (canela, chili, piel de naranja y azafrán) a la ebullición y retirar. Pelar 3 manzanas, cortarlas en cuartos y quitar las celdillas. Ponerlas en la cición y cocinal a fuego lento unos 10-15 minutos.

Lavarlas patatas y hervir las con su piel en agua salada durante 20-25 minutos. Dejar que se cuezan las patatas hasta que estén blandas. Cuando las patatas estén tiernas apaga el fuego y saca las patatas del agua. Luego quítales la piel y pásalas por el pasapurés. Añade el AOVE y mezclar bien apretando con un tenedor. Luego mezcla con las manzanas cocidas y escurridas. Sazonar con sal de naranja y nuez moscada molida.

Pelar la cebolla y cortarla en anillos finos. Sacar las celdillas del cuarto manzana y cortarlo en lonchas finas. Caentar el resto del AOVE en una sartén y dorar las cebolla y la manzana junto con el anís estrella..

Freir la Merguez en el AOVE restante unos 8-10 minutos.

Para emplatar repartir el puré de patatas en 4 paltos, poner las cebollas y las lonchas de la manzana por encima y la Merguez a lado.Polvorera con cilantro o perejil.




Sonntag, 17. November 2013

Rote Bete Puffer mit Meerrettich Dip

Auf unserem Wochenmarkt gab es ganz junge, knackige Rote Bete. Die essen wir in jeder Form gerne, ob roh im Salat, gebacken, süßsauer eingelegt oder als Borschtsch, die famose Rote Bete Suppe aus Rußland. Da wir auch Puffer, Gemüsebratlinge, Rösti oder Frikadellen gern essen, bot sich die Gelegenheit geradezu an: Es gab Rote Bete Puffer. Die Knollen habe ich roh verwendet. Da kommt der gute, erdige Geschmack der Rote Bete so richtig zur Geltung.
Für die Frische sorgte ein Dip aus Ziegenkäsejoghurt mit frisch geriebenem Meerrettich, den ich von meiner jüngsten Reise nach Stuttgart mitgebracht hatte.
Rote Bete Puffer mit Meerrettich Dip
400 g rohe Rote Bete
200 g Kartoffeln, mehlig kochend
1 rote Zwiebel
2 Eier
1-2 EL Vollkornmehl oder Dinkelmehl
Langer Pfeffer (Bengalpfeffer)
1/4 TL bunte Pfefferkörner
Rosensalz
Sonnenblumenöl oder Olivenöl zum Braten
Für den Dip:
200 g Ziegenkäsejoghurt
1 Bund Schnittlauch oder die grünen Schloten von 1 Bund Frühlingszwiebeln
1 EL frisch geriebener Meerrettich
Salz

Kartoffeln und Rote Bete schälen. Auf der Röstireibe raffeln und in eine Schüssel geben. Zwiebel häuten und fein hacken. Alles mit den Eiern und dem Vollkornmehl gut vermischen. Bengalpfeffer und Pfefferkörner im Mörser fein zerstoßen. Die Masse mit Salz, Pfeffer und Bengalpfeffer abschmecken. Nicht lange stehen lassen, sonst ziehen Kartoffeln und Rote Bete zu viel Flüssigkeit.

Öl in einer Pfanne erhitzen. Je einen Eßlöffel der Gemüsemasse in die Pfanne geben und etwas flach drücken. Von jeder Seite circa 2-3 Minuten scharf anbraten. Dann die Hitze verringern und die Rote Bete Puffer in circa 8-10 Minuten garen. Ein- oder zweimal umdrehen. Auf Küchenkrepp legen, um das überschüssige Öl zu entfernen.

Für den Meerrettich Dip den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Mit dem Joghurt und dem frisch geriebenen Meerrettich gut verrühren. Mit Salz abschmecken und zu den Rote Bete Puffern servieren.

Donnerstag, 7. November 2013

Klassiker: Gekochtes Rindfleisch mit Rotweinpflaumen und Kartoffelsalat

Ein großer Teil meiner Kindheit spielte sich in einer Großfamilie ab: Großmutter, deren zwei Töchter (eine davon war meine Mutter), der Ehemann der einen Tochter, meine Schwester und ich. Dazu kamen zeitweise noch Tante und Onkel, d.h. Schwester und Schwager meiner Großmutter. Alle wohnten in dem großen Haus, das in einem großen Garten stand. Zumindest kam mir das Haus damals groß vor, denn ich war ja noch klein. Großfamilien erfordern große Kochtöpfe. Wenn dann einmal Fleisch gekocht wurde - was damals ein- oder zweimal pro Woche üblich war - war es ein ordentliches Stück Fleisch, das auch durchaus zwei bis drei Kilogramm wiegen konnte. Davon wurden dann mehrere Mahlzeiten zubereitet. So ein großes Stück Suppenfleisch reichte in der Regel für zwei bis drei Essen. Da mit dem Rindfleisch auch immer eine ordentliche Portion Rinderknochen mitgekocht wurde, gab es die Suppe als Vorspeise oft mit wunderbaren Markklößchen. BSE war ja noch unbekannt. Meisterin war meine Großmutter auch im herstellen lockerer Griessnocken.Warm wurde das Rindfleisch oft mit Wirsinggemüse und Salzkartoffeln als Beilage serviert. Im Sommer gab es das Fleisch auch kalt. Das wurde dann zusammen mit süßsauren Beilagen auf den Tisch gebracht. Die waren von Großmutter im Laufe des Jahres selbst eingemacht worden
Ungwöhnlich fanden einige meiner gastronomischen FB-Freunde diese Kombination von Suppenfleisch mit süßsauren Zwetschgen und Kartoffelsalat. Zumindest früher war es gang und gebe, daß man kaltes oder auch warmes Suppenfleisch mit süßsauren Beilagen wie Rotweinessigpflaumen, süßsaurem Kürbis, Senffrüchten oder auch einfachen Essiggurken aß. Dazu gab es je nach Lust und Laune Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln. In meinem Kiehnle Kochbuch von 1932 werden z.B. als Beilage zu Ochsenfleisch Essigpflaumen oder Senffrüchte empfohlen. Chutneys kannte man damals wohl noch nicht, wohl aber gemischte Essigfrüchte (Mixed Pikles) und Katschup. Essigpflaumen oder Senfpflaumen schlägt auch Henriette Davidis in ihrem praktischen Kochbuch von 1907 zu kaltem Rindfleisch vor. Diese süßsauren Beilagen passen auch ausgezeichnet zu Wildgerichten.

Gekochtes Rindfleisch mit Rotweinpflaumen und Kartoffelsalat
1 kg Suppenfleisch
2-3 Markknochen
2 Karotten
1 Petersilienwurzel
1 Stück Sellerie
1 kleine Stange Lauch
1 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
Gewürze (Piment, schwarze Pfefferkörner, Szechuanpfeffer, Nelken, etc.)
1 Stückchen Macis
10 ungeschälte Mandeln
Salz

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen. Das Fleisch abwaschen und trockentupfen. Wenn das Wasser siedet, das Fleisch in den Topf geben. Das Ganze noch einmal kurz aufkochen. Dann den Topf samt Fleisch vom Herd nehmen und auskühlen lassen, bis das Wasser nur noch lauwarm ist. Nun die Knochen zugeben und das Fleisch noch einmal zum Kochen bringen. Auf kleiner Flamme simmern lassen bis es gar ist. Das kann je nach Fleischstück bis zu drei Stunden dauern.
Auch wenn es etwas umständlich klingt. Nach dieser Methode hat meine Großmutter das Fleisch immer gekocht. Diese Methode Fleisch zu kochen hat ihren Sinn, sagte meine Großmutter. Gibt man das Fleisch in das siedende Wasser und kocht es dann stundenlang, würde das Eiweiß im Fleisch gerinnen, der Saft würde komplett eingeschlossen und nach dem Kochen wäre jedes Stück Fleisch so zäh wie Leder.

Inzwischen Karotten und Petersilienwurzeln schaben, längs vierteln und in fingerlange Stücke schneiden. Sellerie schälen und in kleine Stücke schneiden. Den Lauch putzen, längs vierteln und in fingerlange Stücke schneiden. Zwiebel und Knoblauch häuten. Die Zwiebel mit den Nelken spicken. Die restlichen Gewürze im Mörser grob zerstoßen.  Gewürze, Mandeln, Knoblauch, Zwiebel und Suppengemüse nach circa einer Stunde Kochzeit zum Fleisch geben. Die Suppe leicht salzen und fertig kochen.

Das Fleisch in der Brühe auskühlen lassen. In Scheiben schneiden und mit Kartoffelsalat Rotweinessigpflaumen oder süßsauer eingemachtem Kürbis servieren.


Freitag, 1. November 2013

Suppe aus Granada mit Fleischklößchen und Granatapfel - Sopa de Granada

Die spanische Küche wird zu Unrecht als langweilig angesehen, denn sie bietet viel mehr als nur Paella, Gazpacho, Crema Catalana und Tortilla. Wobei man eigentlich genauso wenig von einer spanischen Küche reden kann, wie von einer deutschen. Jede Region hat ihre eigenen, typischen Spezialitäten. Im wärmeren Süden an der Mittelmeerküste wird viel Fisch aus dem Mittelemeer gegessen, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte. Gekocht wird vor allem mit Olivenöl. Schweinefleisch, Lamm, Kaninchen und Huhn stehen häufiger auf dem Speiseplan als Rind, weil es keine Weiden für Kühe gibt. Im grünen Norden gibt es reichlich Weidegründe für Kühe, dafür aber keine Olivenbäume. Folglich verzehrt man im Norden mehr Butter und Milchprodukte und Rindfleisch kommt öfter auf den Tisch, aber auch Fisch und Meeresfrüchte vom Atlantik. Eines hat zumindest die traditionelle spanische Küche gemeinsam: Es gibt viele Löffelgerichte, d.h. Eintöpfe jeder Art, die mit dem Löffel gegessen werden. Diese Eintöpfe werden gerade im Süden, wo der Einfluß der maurischen Gastronomie noch deutlich zu spüren ist, mit Gemüse, Hülsenfrüchten, frischem und trockenem Obst kombiniert. So eine Kombination ist auch diese Suppe aus Granada. Sowohl die Suppe als auch die Fleischklößchen werden mit Zimt gewürzt. Den Pfiff bekommt die Suppe durch frischen Granatapfelsaft, Granatapfelkerne und ganz kurz in Olivenöl geschwenkten, mit Zimt und Salz gewürzte Pfefferminzblättchen.
Blick auf die Alhambra
Der Granatapfel gab der schönen andalusischen Stadt Granada ihren Namen. Der Granatapfel schmückt noch heute das Wappen der Stadt. Quien no ha visto Granada, no ha visto nada, wer Granada nicht gesehen hat, hat nichts gesehen, lautet ein oft zitierter Spruch. Im 10. Jahrhundert gründeten die Mauren Granada.  Die Alhambra, auch Calat al-Hambre  (Rotes Schloss) genannt,  wird allgemein als eines der schönsten erhaltenen arabischen Bauwerke erachtet.  Sie ist eine der meistbesuchten Touristenattraktionen Europas und seit 1984 Weltkulturerbe. Im Jahre 1238 verlegte der erste Nasridenherrscher, Muhammad ibn Yusuf ibn Nasr Al-Ahmar, der Rote, seine Residenz von Jaén nach Granada und begründete als Mohammed I. in Granada seine eigene Dynastie, die Nasriden, die bis 1492 über das Emirat von Granada herrschten. Er begann auch mit dem Bau der Alhambra.
Der Granatapfelbaum, der fast gleichzeitig mit leuchtend orangeroten Blüten und seinen interessanten Früchten prunkt, ist aus den andalusischen Gärten nicht wegzudenken. Der Blütenkelch sieht aus wie eine Krone und soll laut der jüdischen Tradition als Vorbild für das Design von Herrscherkronen gedient haben.  In Spanien wird der Granatapfel auch Herbstfrucht genannt, denn seine Saison beginnt ab Mitte September. Die Mauren brachten den Granatapfelbaum aus Syrien nach Spanien. Die Frucht war einst das Wahrzeichen von al-Andalus. Schon im 13. Jahrhundert erwähnt der Dichter Gonzalo de Berceo den Granatapfel in einem seiner Gedichte. Berceo nennt ihn milgrana (1000 Kerne) wegen seiner unzähligen Kerne. Um die 400 Samenkerne enthält jeder Granatapfel. Schon vor mehr als 5000 Jahren wurde der Granatapfelbaum in Asien und Nordafrika kultiviert. Besonders beliebt war der Granatäpfel bei den Nomaden, die durch die Wüste zogen. Dank seiner festen, lederartigen Haut lässt sich der Granatapfel nicht nur gut konservieren, sondern auch problemlos transportieren. Seine süßen Kerne sind sehr saftig und durststillend.
Detail aus Botticellis Madonna mit Granatapfel
Die sagenumwobene Königin Semiramis soll einige Granatapfelbäume in ihren berühmten Hängenden Gärten von Babylon angepflanzt haben. Aphrodite, die Göttin der Liebe,  hat laut der griechischen Mythologie den ersten Granatapfelbaum gepflanzt und Hades, der Gott der Unterwelt benutzte eine Granatapfelfrucht, um Persephone, die Tochter des Zeus und der Demeter zu verführen. Salomon preist im Hohelied  die erotische Qualität des Granatapfels: Die aufspringenden Knospen künden von sich anbahnender Liebe…gleich dem Riß im Granatapfel schimmert deine Schläfe hinter deinem Schleier hervor, singt er begeisert und die Geliebte will den Geliebten tränken mit gewürztem Wein, mit dem Saft der Granaten. In fast allen Kulturen galt der Granatapfel auch als Fruchtbarkeitssymbol.
Ab dem 15. Jahrhundert bildeten viele Künstler, vor allem italienische Maler, den Granatapfel auf ihren Bildern ab. Von Sandro Botticelli gibt es ein bezauberndes Bild der Madonna mit Granatapfel (1487) auf dem ein draller Jesusknabe einen Granatapfel in der Hand hält. Es hängt in den Uffizien in Florenz. Aber auch für Leonardo da Vinci, Matthias Grünewald und Albrecht Dürer war der Granatapfel eine Metapher für Liebe, Fruchtbarkeit und göttlichen Segen. Auf Herrscherporträts wird die Frucht zum Sinnbild der Macht.
Daß der Granatapfel bzw. sein Saft sowohl innerlich als auch äußerlich gesund ist, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Das ist auch mein zweiter Beitrag zu Beitrag zu Zorras XCIII Blog Event, den Nele von Küchendelikte unter dem Titel Spanien kulinarisch veranstaltet.
Suppe aus Granada mit Fleischklößchen und Granatapfel - Sopa de Granada
Für die Suppe:
300 g frischer Spinat
1 Lauchstange
1 kleine, weiße Zwiebel
100 g rote oder gelbe Linsen
80 g Reis
2 Granatäpfel
125 g Erbsen (tiefgekühlt)
1 Zitrone oder 1 Bitterorange
Orangensalz
Olivenöl nativ extra
Für die Klößchen:
300 g Rinderhackfleisch oder Lammhackfleisch
1 Ei
1/2 TL Korianderkörner
ein paar schwarze Pfefferkörner
1/2 TL Zimt
Salz
Olivenöl zum Braten
und dann noch:
1 Handvoll Pfefferminzeblättchen
etwas Olivenöl nativ extra
Zimt
Salz

Für die Klößchen Korianderkörner und Pfefferkörner in einem Mörser fein zerstoßen.  Das Hackfleisch mit dem Ei, den zerstoßenen Gewürzen, Zimt und Salz gut verkneten. Aus der Masse mit feuchten Händen walnußgroße Klößchen formen. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Klößchen im heißen Öl rundum goldbraun anbraten. Dann bei schwacher Hitze in circa 8-10 Minuten fertig braten. Auf Küchenpapier legen, um das überschüssige Öl zu entfernen.

Für die Suppe den Spinat putzen, waschen und gut abtropfen lassen. Dann in Streifen schneiden. Das Weiße der Lauchstange in feine Ringe schneiden. Zwiebel häuten, halbieren und in feine Halbringe schneiden.

In einem Suppentopf circa 6 EL Olivenöl erhitzen. Die Zwiebel bei schwacher Hitze im heißen Öl glasig anschwitzen. Naturreis unterrühren. Mit anderthalb Liter Wasser auffüllen, aufkochen und bei schwacher Hitze circa 15 Minuten köcheln. Lauchringe und rote Linsen zugeben und weitere 10-15 Minuten zugedeckt köcheln.

Inzwischen einen Granatapfel halbieren und den Saft auspressen. Die Fruchtkerne aus dem zweiten Granatapfel auslösen. Granatapfelsaft und Erbsen zur Suppe geben und noch circa 3 Minuten zugedeckt köcheln. Dann die Fleischklößchen, den Spinat und die Granatapfelkerne zur Suppe geben und kurz erhitzen. Mit Orangensalz, Pfeffer und Zitronensaft oder Bitterorangensaft abschmecken.

Zum Schluß die Pfefferminzeblättchen in Olivenöl kurz anschmoren. Mit Salz und Zimt würzen.

Zum Servieren die Suppe in Teller füllen. Minzeblättchen und Olivenöl darüber geben.

Das Rezept steht auch in meinem Kochbuch Andalusien Küche und Kultur auf Seite 28.


Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)  

P.S. Der Bildausschnitt von Botticellis Madonna mit Granatapfel ist gemeinfrei,  weil seine urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist. Dies gilt für alle Staaten mit einer gesetzlichen Schutzfrist von 100 Jahren oder weniger nach dem Tod des Urhebers. Diese fotografische Reproduktion wird daher auch als gemeinfrei angesehen.

Samstag, 26. Oktober 2013

Spanische Tortilla - Tortilla Española

Das Backen einer guten Tortilla española ist vor allem Übungssache, denn man braucht ziemlich viel Übung, bis die Tortilla so gelingt, wie sie sein soll: kreisrund, gelb und glänzend wie die Sonnenscheibe. Am Anfang gibt es mangels genau dieser Erfahrung in der Regel kleine bis mittlere Katastrophen: Die Tortilla fällt beim Wenden auseinander und sieht eher einem zerfetzten Rührei ähnlich oder die Tortilla landet beim Wenden auf dem Fußboden oder sie ist innen nicht durch, aber außen schon fast verbrannt oder die Kartoffeln sind noch hart, etc., etc. Wenn man die ersten fünfzig Tortillas zubereitet hat, kommt man der Perfektion allmählich näher.  Nur wann es soweit ist, daß man die Tortilla mit einem lockeren Schwung aus dem Handgelenk aus der Pfanne in die Luft werfen und umdrehen kann, ohne daß sie zur Freude der Katzen auf dem Küchenboden landet, ist mir noch nicht klar.
Der Spezialist im Backen einer spanischen Tortilla ist bei uns der beste aller Testesser. So gut wie er die Tortilla Española backt, gelingt sie mir nicht. Folglich überlasse ich dem besten Tortillabäcker auch gern den Herd, wenn wir eine Tortilla española essen wollen.

Der größte Fehler, den man beim Herstellen einer Tortilla española machen kann, ist die Eier kräftig zu verschlagen. Dann gelingt sie garantiert nicht. Man darf die Eier nur verrühren. Auch ist die Tortilla española nicht gerade ein Schnellgericht, denn die Herstellung einer Tortilla española braucht Zeit. Man muß schon mit mindestens 30 Minuten rechnen, denn sie wird auf kleiner Flamme gebraten. Ob man Zwiebel verwendet oder nicht, hängt von der Region in Spanien ab.
Der Ursprung der Tortilla española könnte, wie der Wissenschaftler Javier López Linage meint, in der Extremadura liegen, genauer gesagt in dem Ort Villanueva de la Serena. In seinen Untersuchungen zeigt der Wissenschaftler, daß in dieser Gegend bereits im 18. Jahrhundert von der Tortilla de patatas gesprochen wurde. Da soll es ein Rezept gegeben haben, das besagt " ...zwei oder drei Eier in einer Tortilla für fünf oder sechs Personen, denn unsere Frauen können daraus eine große und dicke Tortilla backen, wenn sie die Eier mit Kartoffeln oder Brot vermischen...".
López Linage bezieht sich in seinen Untersuchungen auch auf ein Rezept des Marquis de Robledo, der im 18. Jahrhundert, als Hungersnot in der Extremadura und ganz Spanien herrschte, ein Nahrungsmittel suchte, das billig war und den Hunger stillte. Der Herr Marquis ließ kleine "Törtchen aus Kartoffeln und Eiern" in der Pfanne backen, die die ersten Tortillas españolas gewesen sein könnten.
Eine ganz andere Version berichtet, daß die Tortilla española gar keine spanische sondern eine belgische Erfindung gewesen sei. Lancelot de Casteau, Koch dreier Erzbischöfe von Liège, habe die Tortilla española erfunden. Der Koch erwähnt sie in seinem etwas seltsamen Kochbuch Overture deCuisine, das 1604 in Liège erschien. Er beschreibt in diesem Kochbuch eine tourte de tartoufola, wie Casteau die Kartoffel nennt.
 Der Gastronomie Journalist Jorge Guitián hat dazu eine vernünftige Theorie, die beide Lager verbindet: Er ist der Meinung, die Tortilla española sei Ende des 16. Jahrhunderts wohl gleichzeitig in Belgien und in den damals noch in Spanien bestehenden Gemeinden jüdischer Konversos (zum Christentum konvertierte sephardische Juden) erfunden worden, als einfaches Nahrungsmittel, das den Hunger stillte. Den Namen Tortilla española bekam diese Gericht erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrunderts, als die Tortilla aus dem Schattendasein des Arme-Leute-Essens heraustrat.
In den schlechten Zeiten während des spanischen Bürgerkrieges waren die Spanier so arm, daß sie sich nicht einmal die Eier für eine Tortilla leisten konnte. Man mischte die Kartoffeln mit Mehl und Wasser. Als dann nach dem Bürgerkrieg unter der Dikatur Francos noch schlechtere Zeiten ausbrachen und die Spanier hungerten, mußten sich die spanischen Hausfrauen etwas einfallen lassen um ihre oft sehr zahlreichen Familien wenigstens halbwegs satt zu bekommen. Von 1939 bis 1952 waren die Lebensmittel rationiert und nur wer Lebensmittelkarten hatte, konnte etwas Eßbares einkaufen. Aber auch von 125 g Fleisch, 1/4 l Olivenöl, 250 g schwarzes Brot, 100 g Reis, 100 g Linsen oder Kichererbsen, 1 Ei und 1 Stückchen Schinkenknochen pro Kopf und Woche wurde niemand wirklich satt, schon gar nicht der Teil der Bevölkerung, der körperlich schwer arbeiten musste. Damals entstand das kuriose Rezepte der Tortilla de patatas sin patatas y huevos (Tortilla mit Kartoffeln ohne Kartoffeln und Eier). Das Weiße der Orangen und die Zwischenhäute der Orangensegmente wurden aufgehoben. Wollte man eine "Tortilla" backen, wurden die Teile eingeweicht und an Stelle der Kartoffeln verwendet. Die Eier ersetzte man durch eine Mischung aus 4 EL Mehl und 10 EL Wasser, vermischt mit einer Prise Bikarbonat, gemahlenem Paprika, Öl, Salz und gelbem Lebensmittelfarbstoff, um wenigsten optisch den Eindruck von Eiern zu erreichen.
Zum Glück sind wir wieder von den Tortillas deconstruidas, die in der Blütezeit Molekularküche von Ferran Adrias in vielen Restaurants in Spanien serviert sind wurden - geschlagenes Ei in einem Cocktailglas in dem ein Kartoffelchip schwamm - wieder abgekommen.  Darüber hat der Kabarettist Leo Harlem eine herrliche Parodie geschrieben.
Heute gehört die Tortilla zum traditionellen Repertoire jeder spanischen Hausfrau und jedes spanischen Kochs. Man ißt sie pur zum zweiten Frühstück oder mit einem Salat als leichtes Abendessen, warm oder kalt, als Brotbelag auf einer barra (Stangenweißbrot) oder in Stücke geschnitten mit einem Zahnstocher versehen als Tapa.
Tortilla Española - Spanische Tortilla mit Kartoffeln
4 Eier
500 g Kartoffeln
Olivenöl zum Braten
Salz
frisch gemahlener Pfeffer

Kartoffeln schälen, längs vierteln und in feine Scheiben schneiden. Reichlich Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Die Kartoffeln im heißen Olivenöl bei schwacher Hitze langsam braten, bis sie goldbraun sind. Dann die Kartoffeln mit einem Schaumlöffel aus der Pfanne nehmen und auf Küchenpapier legen, um das Öl zu entfernen. Das überschüssige Öl aus der Pfanne abgießen.

Die Eier mit einer Prise Salz gut verrühren. Die gebratenen Kartoffeln mit den Eiern mischen.
Die Pfanne erneut auf den Herd stellen und erhitzen. Die Eier-Kartoffel-Mischung in die Pfanne gießen und bei schwacher Hitze braten. Wenn man sieht, daß die Masse anfängt zu stocken, kommt der entscheidende Moment. Mit Hilfe eines flachen Tellers oder Topfdeckels wird die Tortilla gewendet.  Dann lässt man sie vorsichtig wieder in die Pfanne gleiten und brät sie weitere 10-15 Minuten bei schwacher Hitze.
Wer's kann und wer sich traut, darf die Tortilla auch mit einem lockeren Schwung aus dem Handgelenk zum Wenden durch die Luft werfen. Ich kann's nicht.


Und weil das gerade so schön passt, ist das auch mein Beitrag zu Zorras XCIII Blog Event, den Nele von Küchendelikte unter dem Titel Spanien kulinarisch veranstaltet.
Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Brunnenkressecreme mit confiertem Bacalao

Auf dem Wochenmarkt hatte ich die seltene Gelegenheit frische Brunnenkresse kaufen zu können. Da ich das scharfe, frische Aroma der Brunnenkresse mag und es auch gut zu Fisch passt, gab es in bestem Olivenöl confierten Bacalao auf Brunnenkressecreme.

Klippfisch und Stockfisch werden aus dorschartigen Fischen hergestellt, u.a. Kabeljau, Seelachs oder Schellfisch. Die Fische werden vom Bauch her so aufgeschnitten, daß die Haut am Rücken noch zusammenhängt. Dann werden sie ausgenommen, Kopf, Rücken- und Bauchgräten werden entfernt. Für Klippfisch werden die Fische zwecks besserer Entwässerung stark gesalzen, um anschließend luftgetrocknet zu werden. Früher trockneten die Fischer die Fische auf den Klippen. Daher auch der Name. Stockfisch wird ungesalzen paarweise an den Schwanzflossen zusammengebunden und auf  Holzgestelle, auch Stockgestelle genannt, zum Trocknen gehängt.
Klippfisch bzw. Stockfisch waren ursprünglich ein sogenanntes Arme-Leute-Essen und in der Zeit ohne Kühlmöglickeiten auch die einzige Art, Fisch über längere Zeit haltbar zu machen. Kabeljau wurde in ausreichender Menge gefangen und Salz war in den Mittelmeerländern billig. Leider ist guter Bacalao heute sehr teuer geworden, da die Kabeljaubestände durch Überfischung stark dezimiert wurden. Vor der Zubereitung sollte man Bacalao mindestens 24 besser 36 Stunden in kaltem Wasser im Kühlschrank entsalzen. Das Wasser muß mehrfach, am besten alle sechs Stunden gewechselt werden.

Die fertigen Gerichte schmecken nicht salzig und der Fisch ist sehr zart und saftig. Man kann jederzeit den Bacalao durch frischen Kabeljau etc. ersetzen. Der typische Eigengeschmack des gesalzenen Fischs macht jedoch Zubereitungen mit Bacalao zu einem besonderen Gericht. Am besten verwendet man die etwas dickeren Mittelstücke der Fischfilets.
Brunnenkressecreme mit confiertem Bacalao
4 Bacalaofilets oder frische Kabeljaufilets à 150 g
Oliivenöl nativ extra
Für die Brunnenkressecreme:
1 Bund Brunnenkresse
milde Gemüsebrühe
1-2 EL Crème Fraîche
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Zitronensaft
ein paar Schnittlauchhalme
Olivenöl nativ extra

Den Bacalao mindestens zwei Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Das Olivenöl in einem flachen Topf oder einer tiefen Pfanne auf circa 80° C erhitzen (Temperaturprobe mit dem Thermometer) und die entsalzten und sehr gut abgetrockneten Fischfilets einlegen. Sie müssen mit Öl bedeckt sein. Bei 80° C circa 10–15 Minuten garen.

Inzwischen die Brunnenkresseblätter abzupfen. In kochender Gemüsebrühe 1 Minuten blanchieren. Sofort in Eiswasser legen, damit sie ihre schöne grüne Farbe nicht verlieren. In ein Sieb schütten und etwas abtropfen lassen. Zusammen mit Gemüsebrühe, Crème Fraîche und einem guten Schuß Olivenöl mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz, ein paar Tropfen Zitronensaft und Pfeffer abschmecken.

Zum Servieren etwas von der Brunnenkressecreme in tiefe Teller füllen. Darauf die Bacalafilets legen. Mit Schnittlauch und Brunnenkresseblättchen dekoriert servieren.



Sonntag, 20. Oktober 2013

Marokkanische Kürbis-Karottensuppe

Rezepte für Kürbissuppen gibt es wie Sand am Meer. Mir ist aufgefallen, daß viele dieser Suppen kräftig mit  Ingwer, Curcuma, Zimt, Nelken, Koriander, Sahne, Kokosmilch, etc. gewürzt werden. Im Prinzip ist da nichts dagegen zu sagen. Doch ab und zu scheint es mir, es wird so kräftig gewürzt, daß der zart-fruchtige Kürbisgeschmack dabei ganz untergeht. Denn viele Kürbisse, wie der Butternut oder der Muskatkürbis haben einen deutlichen feinen  Eigengeschmack. Auch die Kochzeit wird oftmit 30 Minuten oder mehr angegeben. Kürbiswürfel sind aber bereits nach 10 Minuten Kochzeit weich genug, um püriert werden zu können. So behalten sie auch ihren Geschmack.
Damit diese Kürbis-Karottensuppe schön fruchtig wird, habe ich die Zutaten nicht lange gekocht, weder Sahne noch Kokosmilch zugegeben und dezent gewürzt.


Marokkanische Kürbis-Karottensuppe
500 g Kürbis ( Hokkaido oder Butternut)
350 g Karotten 
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
1 Orange
½ TL Korianderkörner
½ TL Raz el Hanout
etwas Zimt
etwas Weißwein
Olivenöl nativ extra
Orangensalz und frisch gemahlener Pfeffer
und dann noch:
Arganöl oder Kürbiskernöl

1 EL Kürbiskerne
ein paar Blättchen Bordeauxbasilikum

Karotten schaben und in Scheiben schneiden. Kürbis schälen und in Stücke schneiden. Schalotten und Knoblauch häuten und fein hacken. Koriander im Mörser sehr fein zerstoßen.

Olivenöl in einem Topf erhitzen. Schalotten und Knoblauch bei schwacher Hitze 2-3 Minuten anschwitzen. Karottenscheiben zugeben und circa 3-4 Minuten mitbraten. Ab und zu umrühren. Mit Koriander und Orangensalz würzen. Mit Weißwein ablöschen und circa 10 Minuten schwach köcheln. Nun die Kürbisstücke zugeben und knapp 10 Minuten mitköcheln. Notfalls ein wenig Wasser auffüllen, aber nicht zu viel. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.

Das Gemüse mit dem Pürierstab fein pürieren. Wieder auf den Herd stellen und erhitzen. Mit Orangensalz, Orangensaft, Raz el Hanout und Zimt fein abschmecken. Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie knallen.

Die Kürbis-Karottensuppe in vier tiefe Teller füllen. Mit Arganöl oder Kürbiskernöl beträufelt und mit Kürbiskernen bestreut servieren. Wer mag, kann auch noch ein paar fein geschnittene Blättchen Bordeauxbasilikum darüber streuen.
Wer es etwas pikanter haben möchte, gibt ein kleinen Klecks Harissa dazu.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Weltbrottag: Brot – Pan – Bread – Pain – Pane – Pão – Chleb – Ekmek - Bröd - Pa - Ogi

Wie jedes Jahr veranstaltet Zorra anläßlich des Welttages des Brotes am 16. Oktober in ihrem Blog 1x umrühren bitte einen Brot-Event. Man sollte auch nicht vergessen, daß der Weltbrottag auch der Welthungertag ist, der daran erinnern soll, daß mehr als eine Milliarde Menschen in der Welt nicht genug zu essen haben und hungern müssen. Jeden Tag sterben laut UNICEF circa 24.000 Menschen an Hunger und seinen Folgen, darunter mindestens 18.000 Kinder unter fünf Jahren. Die Achtung, die unsere Eltern und Großeltern dem Brot entgegenbrachten, sollten auch wir wieder haben. Übriges oder altbackenes Brot muß man nicht wegwerfen. Daraus kann man Semmelbrösel machen, leckere  Brotsalate und deftige Brotsuppen.
Im Mittelalter war Brot bereits eines der Hauptnahrungsmittel in vielen europäischen Ländern. Damals entstand in Deutschland auch der Bäcker als Handwerksberuf. Deutschland gilt heute weltweit als das Land, in dem die meisten Brotsorten gebacken werden. Der Grund dafür liegt Jahrhunderte zurück. Einerseits ist die Brotvielfalt auf die Getreidevielfalt in Deutschland zurückzuführen, die nicht nur Weizen umfasst, sondern auch Roggen und z.B. Dinkel.

Ein weiterer Grund ist die frühere Kleinstaaterei in Deutschland, die als Positivum die große regionale Brotvielfalt hervorbrachte. Von den zahllosen Mehlsorten, die es in Deutschland gibt, können wir hier in Spanien nur träumen. Nicht vergessen sollte man auch die Tatsache, daß die gute Ausbildung der deutschen Bäcker der Garant für die Qualität des deutschen Brotes ist. Daß sich an der Qualität des Brotes in den vergangenen Jahren aufgrund der fabrikmäßigen Massenproduktion von Brot viel zum Negativen geändert hat, steht auf einem anderen Blatt.
Brot ist ein uraltes Wort. Es kommt Urgermanischen brauda über das Althochdeutsche prôt. Was diese Bezeichnung genau bedeutete, darüber streiten sich die Gelehrten. Die einen meinen, daß es von dem Wort brechen komme, andere sagen, dass Brot bzw. brauda ursprünglich auf den Gärungsprozess wie brauen oder brodeln hinweise, denn mit Brot bezeichnet man das gesäuerte Gebäck. Das Wort für ungesäuertes Brot Laib , ist noch älter. Die Germanen sprachen schon von hlaiba, das mit dem griechischen Wort klíbanos für Backofen verwandt sein soll und wohl auch für ungesäuertes Brot stand. Interessanterweise stammen auch die beiden englischen Wörter Lady und Lord von Laib bzw. dem altenglischen Wort hlaf und dem althochdeutschen hleib ab. Eine Lady ist die Herrin deren Brot man ißt, und der Lord ist das männliche Pendant dazu, der Brotherr.
Es gibt zwei Grundarten von Brot: Das gesäuerte Brot, das wegen der verwendeten Treibmittel wie Hefe oder Sauerteig eine lockere Konsistenz hat und das ungesäuerte Brot, das ohne Treibmittel gebacken wird. Plinius der Ältere beschrieb um 79 n. Chr. die Gewinnung von Sauerteig durch die Vermischung von Weizenkleie mit drei Tage altem Traubenmost.
Zum heutigen Weltbrottag habe ich ein Fladenbrot gebacken, das nach wie vor das meist gegessene Brot der Welt ist: Fladenbrote sind weltweit in allen ackerbauenden Kulturen bekannt. Ob das Fladenbrot nun Roti, Nan, Chapati, Partha oder Puri wie in Indien und Pakistan heißen, Khbuz wie in arabischen Ländern, Lavash, Yufka, Pide oder Pita wie im Iran, in der Türkei oder Griechenland, Pita oder Matze wie in Israel, Foccacia wie in Italien, Coca in Spanien, Podplomyk in Polen und Knäckebrot oder Tunnbröd in Schweden, Fladenbrot ist die am weitesten verbreitete Zubereitungsart von Brot in der Welt. Obendrein ist Fladenbrot vermutlich die älteste Brotform der Welt. Schon die  Sumerer und Ägypter kannten Fladenbrot. Sie buken bereits 5000 v.Chr. Getreidebrei auf Stein. Circa 3000 v.Chr. fabrizierten die "Europäer" ihre Fladenbrote aus Gerste, Weizen und Hirse.

Die Ägypter erfanden neue Methoden, konstruierten Backöfen und waren auch die ersten, die den Hefepilz züchteten und bei der Brotzubereitung einsetzten. Bis dahin hatte man für den Brotteig nur Mehl und Wasser vermischt und buk flache Fladenbrote. Der Sage nach ließ ein ägyptischer Bäcker übriggebliebenen Brotteig zufällig über Nacht stehen und er wurde sauer. Der Teig, nicht der Bäcker. Das aus diesem  Brotteig gebackene Brot entwickelte beim Backen nicht nur bessere Backeigenschaften, sondern auch einen anderen Geschmack.
Da der Boden entlang des Nils äußerst fruchtbar war - vor allem der Weizen wuchs hier besonders gut - aßen die Ägypter gern und viel von diesem feinen, neuen Brot. Das trug ihnen in der Antike den Spitznamen Brotfresser ein. Von Ägypten kam der Brotfladen in das antike Griechenland. Die Griechen ernannten sogleich die Göttin Demeter zur Schutzherrin des Brots und Getreides. Neue Methoden erfanden die Griechen zwar nicht, aber viele Rezepte für neue Brotarten. Die Bäcker aus Athen und Theben waren berühmt für ihre Backkünste.

Von den Griechen kam die Kunst des Brotbackens zu den Römern, die der Einfachheit halber auch gleich die griechischen Bäcker anstellten. Plinius der Ältere beschrieb um 79 n. Chr. die Gewinnung von Sauerteig durch die Vermischung von Weizenkleie mit drei Tage altem Traubenmost. Die Römer entwickelten die Technik der Mühlen weiter, indem sie diese durch die Kraft von Nutztieren antrieben. Das ergab ein besonders feines Mehl. Die Römer bauten auch Backöfen aus Stein, die sogenannten römischen Backöfen. Nun wurde das Brot nicht mehr auf der äußeren Ofenoberfläche gebacken, sondern im Ofen. Man heizte die Ofenkammer auf über 300 Grad Celsius vor, nahm dann die Glut heraus und legte dafür die Teigportionen hinein. In diesen geschlossenen Backöfen wurde der Brotteig von allen Seiten gleichmäßig erhitzt. Schon die Römer stellten Brot als Massenware her. In römischen Großbäckereien mussten Sklaven riesige Mengen von Teig mischen und durchkneten. Es gab sogar von Eseln oder Ochsen angetriebene Knetmaschinen. Es gab Dutzende von Brotsorten, die verschiedenen Güteklassen angehörten.


Das panis siligneus war aus fein gemahlenem Mehl und gehörte wie das panis secundarius noch zur besseren Qualität. Das Volksbrot panis plebeius war für die Plebejer bestimmt. Für die römischen Soladten gab es sehr haltbares Hartbrot, das panis nauticus und das panis castrensis.
Die Römer brachten auch das Brot ins nördliche Germanien. Die Germanen konnten damals zwar schon Bier brauen, aber noch kein Brot backen. Die reichen Germanen aßen wie die römischen Patrizier mit Vorliebe helles Weizenbrot, während sich das gemeine Volk und die Sklaven von einem dunklen Vollkornbrot aus Roggen ernähren mußte.
Fladenbrot mit Kräuter-Olivenöl à la Eduardo
375 ml Wasser
560 g Mehl (Type 550)
1 TL Salz
40 g frische Hefe
25 ml Olivenöl
Olivenöl mit Kräutern vermischt (Thymian, Bohnenkraut, Rosmarin, Anissamen, etc.)

Das Mehl auf ein großes Backbrett sieben. Die Hefe in lauwarmem Wasser auflösen. In die Spitze des Mehlberges eine Kuhle drücken. Hefe, Salz und Olivenöl in die Kuhle gießen. Alles mit den Fingerspitzen vorsichtig vermischen, bis ein Blatter, elastischer Teig entsteht.

Die Arbeitsplatte mit etwas Mehl bestreuen, um die Masse richtig bearbeiten zu können. Den Teig kneten und immer wieder ausziehen. Dann wieder zusammenlegen und mit den Handballen kräftig kneten. Ab und zu ein wenig Mehl auf die Arbeitsfläche streuen, wenn es nötig ist. Die ganze Prozedur dauert mindestens 10 Minuten. Je länger man den Teig so bearbeitet, desto besser gelingt das Fladenbrot.

Wenn das Durchkneten beendet ist, den Teig in eine leicht geölte Schüssel legen. Gut mit Folie abdecken und an einem warmen Ort circa 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Teigvolumen verdreifacht hat.

Dann den Teig in kleine Portionen aufteilen, diese zu einer Kugel formen und dann mit dem Wellholz zu 4-5 mm dicken, handtellergroßen  Kreisen ausrollen.  Auf ein Backblech legen, mit einem sauberen Tuch bedecken und 20 Minuten gehen lassen.

Inzwischen den Backofen auf 250ºC vorheizen. Ein Backblech leicht mit Öl einpinseln und für 10 Minuten in den Backofen stellen. Das Blech aus dem Ofen nehmen, die  Fladen auf das Blech legen und im vorgeheizten Backofen bei 250ºC  etwa 8-10 Minuten backen. Herausnehmen und auf ein Gitter legen. Sofort mit dem Kräuter-Olivenöl einpinseln.

Am besten schmecken diese Fladenbrote ofenwarm.
Das Rezept für dieses wohlschmeckende Fladenbrot mit Kräuter-Olivenöl habe ich von dem genialen Koch Eduardo Frechina. In seinem Restaurant El Castillo in Godella bei Valencia widmet er sich mit Hingabe und viel Können der Zubereitung moderner valencianscher Gerichte.  Hin und wieder veranstaltet Eduardo gastronomische Tage und Workshops. Im Verlauf eines dieser Workshops stellten wir dieses Fladenbrot her. Auch die Fotos entstanden während des Workshops, denn so haarige Arme habe ich nicht. Mittlerweile habe ich dieses Fladenbrot bereits mehrmals selber gebacken und bin immer wieder aufs Neue begeistert.


world bread day '06

Sonntag, 13. Oktober 2013

Kakimousse mit Zitrusfrüchten auf Kakicreme


Die orangefarbene Kaki gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt. Sie wird in China und Japan seit fast 2000Jahren kultiviert. Im Jahr 1851 entdeckte der amerikanische Admiral Perry die Kaki an der Südküste Japans und brachte sie in die USA. Da die tropische Pflanze im eher kühlen Washington D.C. nicht recht wachsen wollte, säte ein Professor Hume von der Universität Florida die Kakisamen 1900 im warmen Florida mit Erfolg aus. Die Kakibäume waren in Florida eine Sensation wegen der reichlichen Ertrags und der süßen Früchte. Eine erste Kakiplantage mit 22.000 Bäume wurde sogleich angelegt. Im 19. Jahrhundert gelangte die Kaki nach Italien, Spanien und Frankreich. Der Gattungsname Diospyros kaki bedeutet göttliche Frucht oder Frucht des Zeus.  
Der Kakibaum kann bis zu zehn Metern hoch wachsen. Bemerkenswert ist, daß die Kakifrüchte erst reif werden, wenn die Blätter des Baums im Spätherbst bereits zum größten Teil abgefallen sind. In Asien werden der Kakifrucht Heilkräfte zugesprochen. Sie sollen fiebersenkend wirken, gegen hohen Blutdruck nützlich sein und gegen Durchfall helfen. In Japan symbolisiert die Kaki den Geschmack des Herbstes.
Auf dem Markt sind drei Kakisorten: Der Honigapfel (Kaki), die Persimone und die Sharonfrucht. Doch weder die Sharonfrucht und schon gar nicht die Persimone kommen an den honigsüßen Geschmack einer vollreifen Kaki heran. Die Kakifrucht ist nämlich erst im überreifen Stadium am geschmacklichen Zenit angelangt, dann wenn sie glasig weich und innen geleeartig ist. In einem Reifezustand, in dem man andere Früchte gar nicht mehr essen wollte. Verzehrt man eine unreife Kaki, erzeugt ihr hoher Gerbsäuregehalt einen unangenehm pelziges Gefühl im Mund. Unterscheiden kann man die drei Sorten an Form und Farbe. Die orangerote Kaki ist kugelrund, die gelbe Persimone eher oval und die Sharonfrucht tomatenartig flach.
Sowohl die Kaki als auch die Sharon kann man bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Bei der Kaki veschwindet der Gerbsäuregehalt dann ganz und die Sharon hat schon von Haus aus weniger davon. Ein Spritzer Zitronensaft erhöht den feinen Eigengeschmackt der Frucht.


Kakimousse mit Zitrusfrüchten auf Kakicreme
4 reife Kakis
2 Orangen
2-3 Mandarinen
1 Zitrone
1 TL Agar Agar (ca. 7 g)
150 g Schlagsahne
3 EL Zucker
etwas Zimt

Zwei Kakis dünn abschälen und in Stücke schneiden. Zitrone und Orange auspressen. Kakiwürfel zusammen mit 1 EL Zucker, dem Saft einer Orange und der Hälfte des Zitronensafts fein pürieren. Die zweite orange auspressen. Agar Agar mit 2 EL Orangensaft verrühren. Den restlichen Orangensaft und 1 EL Zucker bei mittlerer Hitze erhitzen. Unter ständigem Rühren Agar Agar zugeben. Zwei Minuten kochen lassen, dann vom Herd nehmen. Zu der Kakicreme geben und sehr gut verrühren.

Sahne mit dem restlichen Zucker und etwas Zimt sehr steif schlagen. Unter die Kakicreme heben. Creme in eine Schüssel füllen und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die beiden anderen Kakis fein abschälen und in Stücke schneiden. Mandarinen auspressen. Die Kakis mit dem Mandarinensaft und dem restlichen Zitronensaft ebenfalls fein pürieren. Nach Geschmack mit etwas Zucker süßen.

Zum Servieren die Kakicreme in Portionsschälchen verteilen. In jedes Schälchen eine Kugel Kakicreme setzen.