Dienstag, 9. Juli 2013

Zucchini-Terrine mit Basilikum

Wenn man im Juli Geburtstag hat und dann auch noch im Süden Europas lebt, muß man damit rechnen, daß es in jeder Hinsicht eine heiße Geburtstagsfeier wird. Da die Hauptspeise feststand, wieder einmal eine Lammkeule auf spanische Art mit Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, jungem Knoblauch und Rosmarin aus dem Backofen, sollten die Vorspeisen leicht und erfrischend sein. Neben selbst gemachten Boquerones en vinagre und Lachsrillette, gab es diese wunderbar erfrischende Zucchiniterrine. Das Dessert, ein zartschmelzendes Kirschparfait, machte seinem Namen alle Ehre. Bevor ich es so richtig fotografieren konnte, war es fast dahingeschmolzen.

Die Idee zu dieser Zucchiniterrine habe ich aus Stéphane Reynauds anregendem Kochbuch Terrinen und Pasteten. Dieses Kochbuch ist eine schier unerschöpfliche Quelle für alle, die Pasteten und Terrinen mögen. Ich habe das Rezept ein wenig modifiziert, was die Gewürze anbelangt. Den ganz besonderen Wohlgeschmack erhielt meine Version durch das herrlich würzige Zimtbasilikum.
Der beste aller Testesser, der sich für diesen Tag extra Urlaub genommen hatte, um mir helfend zur Hand zu gehen, sprach der Zucchiniterrine sein höchstes Lob aus: " Die kannst Du bald mal wieder machen!"


Zucchini-Terrine mit Basilikum
1 kg Zucchini, darunter wenigstens zwei ganz gerade Exemplare
4 Eier
200 ml Sahne
½ TL Anissamen
½ TL Cumin
½ Bund großblättriges Basilikum
½ Bund Zimtbasilikum
mildes Olivenöl nativ extra
Zitronensalz
Ausreichend für eine Terrine von 1,5 l Inhalt

Die beiden großen Zucchini mit Hilfe eines Sparschälers längs in ganz dünne Streifen schneiden. Diese Zucchinistreifen in kochendem Salzwasser 20 Sekunden blanchieren. In Eiswasser abschrecken und auf Küchenpapier legen.

Die restlichen Zucchini in sehr feine Würfel schneiden. Zucchiniwürfel in heißem Olivenöl bei mittlerer Hitze circa 5-7 Minuten anbraten, ohne daß sie braun werden. Leicht salzen. Die Basilikumblätter grob schneiden.

Die Hälfte der Zucchiniwürfel zusammen mit den Basilikumblättern, dem Anissamen und Cumin, der Sahne und den Eiern im Mixer fein pürieren. Dann mit Zitronensalz und Pfeffer abschmecken. Die restlichen Zucchiniwürfel untermischen.

Den Backofen auf 180ºC vorheizen. Eine Terrineform mit den vorbereiteten Zucchinistreifen so auskleiden, daß sie sich überlappen. Die Zucchini-Eiermasse vorsichtig einfüllen. Die Form ins Wasserbad stellen (kochendes Wasser) und im vorgeheizten Backofen circa 40-45 Minten bei 180ºC backen. Die Zucchiniterrine ist gar, wenn an einem Holzstäbchen, das in die Terrine gestochen wird, nichts hängen bleibt.

Zucchinterrine aus dem Backofen nehmen und abkühlen lassen. Dann am besten über Nacht im Kühlschrank kühlen.

Zum Servieren stürzt man die Zucchiniterrine auf eine Platte und schneidet sie in Scheiben.

Kommentare:

Elke Zumdiek hat gesagt…

Hm,das hört sich ja toll an.Bin gespannt wie es schmeckt und werde es bald einmal ausprobieren!

Margit Kunzke hat gesagt…

@Elke Zumdiek: Die Zucchiniterrine wird Dir sicher so gut schmecken, wie sie uns geschmeckt hat. Am Basilikum darfst Du nicht sparen...

Claudia Braunstein hat gesagt…

Das gefällt mir wahrlich sehr gut. Liebe Grüße aus Salzburg, Claudia

Margit Kunzke hat gesagt…

@Claudia Braunstein: Das dachte ich mir fast, daß Dir diese Terrine gefallen könnte. Eventuell kannst Du ja die Zucchiniwürfelchen noch kleiner schneiden oder alle pürieren. :-)