Sonntag, 31. März 2013

Es wird Frühling: Radieschenblättersuppe

Die ersten Radieschen in meinem Garten sind erntereif. Anfang Februar hatte ich sie gesät. Für ein Pesto aus Radieschenblättern waren es noch nicht genug, doch für eine frühlingsfrische Radieschenblättersuppe reichte es.

Für Ostersonntag war leichte Küche angesagt. Als Hauptgericht hatte sich der beste aller Testesser Stubenküken mit Bohnenkraut parfümiert gewünscht. Diese frische Radieschensuppe gab es als Vorspeise. Obwohl das Radieschen als eine der ältesten Kulturpflanzen der Weltgeschichte überhaupt gilt, sind sich die Wissenschaftler im Unklaren, woher die Radieschen eigentlich kommen. Vermutlich stammen sie aus China oder dem Nahen Osten. Man weiß sicher, daß die Babylonier und die alten Ägypter zumindest den Rettich schon kannten, den großen Verwandeten der Radieschen. In Europa wurden Radieschen erst im 16. Jahrhundert in Frankreich bekannt und traten von dort aus ihren Siegeszug nach Europa und die Welt an. Radieschen sind das beliebteste Gemüse der Welt. Ihren Namen haben die Radieschen von dem latenischen Wort radix für Wurzel.
Radieschen sind nicht gleich Radieschen. Am  bekanntesten ist die kräftig rote kugelige Knolle. Daneben gibt es noch rotweiße Radieschen, die am Blattansatz rot und zur Wurzel hin weiß sind.. Die könenn sowohl kugelrund als auch länglich sein. Es soll auch noch weiße und violette Radieschen geben. Die habe ich allerdings noch nirgendwo gesehen.  Egal wie die Radieschen aussehen, das schneeweiße Fleisch im Inneren ist jedoch bei allen Radieschensorten gleich.
Der scharfe Geschmack der Radieschen kommt übrigens von dem in der roten Knolle enthaltenen Senföl, das bei Schneiden aus den in den Radieschen enthaltenen Senfölglykosiden entsteht.
Am besten und am knackigsten schmecken Radieschen, wenn sie ganz frisch sind. Haben die Radieschen Dellen oder beginnen die Blätter zu welken, sind sie das nicht mehr.Wenn man die Blätter vollständig entfernt, kann man Radieschen im Kühlschrank mehrere Tage lang frisch halten. Oder man legt sie in etwas Wasser oder schlägt sie wie Spargel in ein feuchtes Tuch ein. Die roten Radieschenknollen schmecken am besten roh in Salaten oder ganz einfach mit etwas Salz bestreut auf einem Butterbrot. Vielfältiger als die Knolle können die Radieschenblätter verwendet werden. Sie eignen sich sowohl für Salate, als auch Suppen, Pesto und Saucen.
 
 
Radieschenblättersuppe
2 Bund Radieschen mit frischem Grün
1 Knoblauchzehe
2 Schalotten
1 EL kalt gepresstes Sonnenblumenöl
circa 750 ml milde Gemüsebrühe
150 ml Sahne
Salz und frisch gemahlener weißer Pfeffer

Radieschen von den Blättern abschneiden. Blätter gut waschen und trockenschütteln. Dann grob zerschneiden. Radieschen in feine Scheiben schneiden. Schalotten und Knoblauch häuten und fein hacken.

Sonnenblumenöl in einem Topf erhitzen. Knoblauch und Schalotten bei schwacher Hitze 2-3 Minuten anschwitzen. Radieschenblätter und die Hälfte der Radieschen dazugeben und 1-2 Minute mitdünsten. Gemüsebrühe angießen. Circa 3-4 Minuten köcheln. Sahne zufügen und die Radieschenblättersuppe mit dem Pürierstab fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit den restlichen Radieschen und ein paar fein geschnittenen Radieschenblättern dekoriert servieren.

Kommentare:

la23ng hat gesagt…

Eine feine Anregung, danke, das habe ich nachgekocht, und meine Frau hat sich gefreut.

(Leider waren die Radieschen noch etwas lasch, das muss ich noch mal machen, wenn ich gute Radieschen habe)

Margit Kunzke hat gesagt…

@la23ng: Bitteschön...mit ganz frischen, knackigen Radieschen schmeckt diese Suppe am besten ;-)

Gourmandise hat gesagt…

Auch ich habe für diese Anregung zu danken. Die Suppe, die ich (nur leicht abgewandelt) nach diesem Rezept zubereitete, schmeckte uns vorzüglich.
Gourmandise

Margit Kunzke hat gesagt…

@Gourmandie: Bitteschön...es freut mich, wenn die Radieschenblättersuppe geschmeckt hat