Donnerstag, 4. August 2011

In Charlys Taverne: Auberginensalat mit Pinienkernen und Joghurtsauce

Charly ist der Wirt der Taberna de Charly. Charlys kleine Taverne liegt hoch oben im Barrio Santa Cruz, dem schönsten Altstadtviertel der spanischen Küstenstadt Alicante. Charly kocht marokkanisch und das wunderbar. Eine Speisenkarte gibt es bei Charly nicht. Er kocht was ihm einfällt und was der Markt gerade hergibt, was gerade Saison hat. Bei einem erfrischenden Tee aus marokkanischer Minze wird über das Menu diskutiert. Jetzt mitten im Hochsommer zaubert Charly Leckereien aus Auberginen, Tomaten, Couscous, Taboulé, Lammfleisch, Joghurt....
La Taberna de Charly in Alicantes Altstadtviertel Santa Cruz
Das Viertel Santa Cruz schmiegt sich an den Hang des Monte Benacantil, des Hausbergs von Alicante. Hier entstanden auch die ersten Gassen der Stadt, die einen Namen trugen : Carrer de Dalt, Carrer del Mig, Carrer de Baix. Das ist Valenciano und heißt ganz unspektakulär obere Gasse, mittlere Gasse,untere Gasse. Ein typisches, ruhiges Viertel, mit kleinen, bunt angestrichenen Häusern, geschmückt mit Blumentöpfen, durch das man gemütlich schlendern kann. Man kommt allerdings ganz schön ins Schnaufen, denn....
 
Im Sommer lebt man auf der Gasse
....es geht durch viele steile, schmale Gäßchen mit maurischem Flair und ganz oben, just an der Mauer, befindet sich die Ermita von Santa Cruz. Man sagt, sie sei auf den Resten einer alten Mezquita gebaut worden. In der Ermita wird auch die Statue des Christus El Cautivator aufbewahrt. Die Anwohner tragen ihn in der berühmten Karwochenprozession durch die engen Gassen.

Vor hier hat man einen traumhaften Blick über die ganze Buch von Alicante.
Die Anwohner des Barrio Santa Cruz proben derzeit den Aufstand.  Da das Viertel Mode geworden ist,  zieht es die Schickimicki her. Es werden schöne alte Häuser abgerissen und durch einfallslose Apartementhäuser mit teuren Wohnungen ersetzt. Die können sich die alten Einwohner von Santa Cruz nicht leisten....

Weil Auberginen als solche relativ geschmacksneutral sind, lassen sie viel mit sich machen. Die rohen Eierfrüchte vor der Verwendung einsalzen, um bitteren Geschmack zu entfernen, braucht man schon lange nicht mehr. Die Bitterstoffe sind praktisch weggezüchtet. Aber Auberginen saugen sich beim Braten gern so richtig mit Öl voll. Seit ich die Auberginenscheiben vor dem Braten auf beiden Seiten mit Olivenöl einpinsele und sie dann ohne Fett brate, brauche ich nur noch die halbe Menge Olivenöl.
Für die Joghurtsauce, die viel Ähnlichkeit mit einer Tzatziki hat, nehme ich gern Joghurt aus Ziegenmilch, meist selbstgemachten. Der schmeckt unvergleichlich besser. Am besten schmeckt der Auberginensalat mit Joghurtsauce, wenn man ihn gut gekühlt serviert.


Auberginensalat mit Pinienkernen und Joghurtsauce
2 Auberginen
2 EL Pinienkerne
1 Zweig frische Minze
fruchtiges Olivenöl nativ extra
Limettensalz
1/2 Limette
Für die Joghurtsauce:
2 Naturjoghurt am besten aus Ziegenmilch
2 Schmorgurken
1 ganz kleine Knoblauchzehe
4-5 Zweige frische Minze
1 EL Olivenöl nativ extra
Limettensalz
1/2 Limette

Auberginen waschen, abtrocknen und in dünne Scheiben schneiden. Auberginenscheiben beidseitig gut mit Olivenöl einpinseln.

Eine Pfanne ohne Öl erhitzen. Die eingeölten Auberginenscheiben darin von beiden Seiten goldbraun braten. Das dauert 3-4 Minuten, je nach Dicke der Scheiben. Auberginen auf Küchenpapier legen, um den Ölüberschuß zu entfernen und abkühlen lassen.

Pinienkerne in der Pfanne ohne Fettzugabe kurz anrösten.

Für die Joghurtsauce die Gurken schälen und in Würfel schneiden. Minzeblättchen in feine Streifen schneiden. Jogurt mit Olivenöl verrühren und mit Limettensaft und Limettensalz würzen. Gurkenwürfel unter den Joghurt rühren.

Auberginenscheiben fächerförmig auf einen Teller legen. Mit Limettensalz bestreuen und mit Limettensaft beträufeln. Pinienkerne und fein geschnittene Minzeblättchen über die Auberginen verteilen. Von der Joghurtsauce etwas in die Mitte geben. Den Rest getrennt servieren.

Kommentare:

das.Sternenkind hat gesagt…

der auberginensalat klingt super lecker!

Margit Kunzke hat gesagt…

Danke Sternenkind :-)