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Dienstag, 31. Juli 2018

Gurkenmelonen einlegen auf Valencianisch

Gurkenmelone oder Armenische Gurke wird dieses hellgrüne, dünne und lange Gewächs genannt. Richtige Gurken sind die valencianischen alficoces eigentlich nicht. Botanisch gesehen ist die Armenische Gurke eine Melone. Die Cucumis melo flexuosus ist eine uralte asiatische Kulturpflanze, die den Weg nach Europa über Armenien gefunden hat, daher auch Armenische Gurke genannt wird. 

Wie die Melone ist sie eine ausgesprochene Sommerfrucht. Sie hat einen mild-aromatischen, eher melonenartigen Geschmack und ist sehr bekömmlich. Lässt man sie vollständig ausreifen, kann sie eine Länge von bis zu einem Meter erreichen. In der japanischen Küche ist sie als Uri bekannt, in der indischen Küche wird sie als kakri gekocht in Currys verwendet. In Marokko liebt man sie als feggous im Tomatensalat mi Minze und in der Türkei wird sie als acur im Turşu, in Essig-Salzlake eingelegtes Gemüse genossen.
Die Gurkenmelone wird meist nicht ganz reif geerntet und wie eine Schlangengurke verwendet und roh verzehrt. Die Schale ist dünn und muss nicht entfernt werden.

In Spanien wird sie besonders häufig in der Comunidad Valenciana angebaut und gerne in einem erfrischenden Sommersalat gegessen. Eingelegte Gurkenmelonen sind ein traditionelles, valencianisches Rezept. Sie werden in Salzlake konserviert, salmorra auf Valencianisch und salmuera auf Spanisch. Ähnlich werden schon seit Jahrhunderten rote und grüne Paprikaschoten, Gurken oder Tomaten konserviert.

Gefunden habe ich das Rezept im Blog Fendetutto von Ximo Carrión. Ximo, gebürtiger Valenciano, hat sich vor allem der valencianischen Küche und ihren traditionellen Rezepten verschrieben.
Selbst im restlichen Spanien sind die Gurkenmelonen nicht überall erhältlich. Ähnlich wird es in Deutschland sein.  Vielleicht bekommt man die Gurkenmelonen am ehesten in einem türkischen oder marokkanischen Geschäft. Gefunden habe ich die Gurkenmelonen vor Jahren einmal in der Stuttgarter Markthalle. Notfalls würde ich es einfach einmal mit Schlangengurken probieren.
Die eingelegten Gurkenmelonen werden in Valencia als Aperitiv, Tapa oder zu einem Arroz meloso (Risotto) gegessen.



Eingelegte Gurkenmelonen - Alficoz encurtido
600 g Gurkenmelonen (Alficoces)
1  l Wasser
100 ml Apfelessig (oder etwas mehr)
100 g Meersalz
Basilikumblätter
Salbeiblätter
Thymianzweige
1 Stückchen Stangenzimt
1 Zitrone

Gurkenmelonen abwaschen, abtrocknen und in gut fingerdicke Stücke schneiden. Schälen ist nicht notwendig. Zitrone längs vierteln und in dünne Scheibchen schneiden. Zimtstange in zwei oder drei Stücke zerbrechen.

Für die Salzlake Meersalz mit Wasser vermischen und rühren, bis sich das Salz aufgelöst hat. Dann den Essig zufügen.

Gurkenstückchen, Kräuter, Zitronenscheiben und Zimtstange in ein Glas schichten und gut festdrücken. Mit Salzlake auffüllen, gut verschließen und circa sechs Wochen an einem dunklen, kühlen Ort fermentieren. Sie sind fertig, wenn die Farbe der Gurkenmelonenstückchen sich verändert hat und ganz leicht in Graugrüne geht.

Die eingelegten Gurkenmelonen werden in Valencia als Aperitiv, Tapa oder zu einem Arroz meloso (Risotto) gegessen.

Freitag, 10. August 2012

Sommersalat: Melone mit geräucherter Makrele und hitzefrei für die Köchin

Que calor -was für eine Hitze! ist der Satz, mit dem sich derzeit die Leute in Spanien auf der Straße begrüßen. Sofern sie überhaupt auf die Straße gehen. Denn bei Temperaturen bis 45ºC bleibt man lieber im Haus. Auch zum Essen hat man eigentlich gar keine richtige Lust, sondern lechzt nach Kühlem. Da ist ein frischer, gut gekühlter Salat mit Melonen und geräuchertem Makrelenfilet genau richtig. Da hat auch die Köchin sozusagen hitzefrei.

Melonen sind für mich die Sommerfrüchte par excellence.  Mein ganz besonderer Favorit ist neben der Cavaillon Melone die leuchtend rote Wassermelone. Es gibt wohl kaum eine Frucht, die erfrischender ist, als eine gekühlte Wassermelone..
Wassermelonen sind enorm vielseitig. Sie eignen sich nicht nur als fruchtiges Dessert, sondern lassen sich auch wunderbar zu süßen und salzigen Salaten verarbeiten, können Zutat für Getränke, Eis und Sorbets sein. Besonders beliebt ist in Spanien eine Gazpacho aus Wassermelonen.
 
Die Wassermelone stammt ursprünglich aus dem tropischen Afrika. Archäologen fanden Hinweise, daß bereits im antiken Ägypten Wassemelonen angebaut und konsumiert wurden. Von Afrika aus gelangte sie in die Mittelmeerländer und dank der Spanier und Portugiesen auf den amerikanischen Kontinent. Heute sind die Türkei, Griechenland, Spanien, China und Japan die größten Wassermelonenproduzenten der Welt. Es gibt rund 850 Sorten Wassermelonen von kugelrunder, zylindrischer bis länglicher Form, die bis zu 10 Kilo wiegen können. Am besten schmecken sie natürlich dann, wenn sie richtig reif sind. Den richtigen Reifegrad soll man erkennen, wenn man mit dem Fingerknöchel oder der flachen Hand leicht auf die Schale der Melone klopft. Klingt sie leicht hohl, ist sie genau richtig. Da ich mir aber immer nie so ganz sicher bin, ob das was ich beim Klopfen höre, das korrekte hohle Klingen ist, überlasse ich die Auswahl der Melone meinem Obsthändler auf dem Wochenmarkt. Der hat's drauf und findet immer eine köstliche reife Melone für mich.
 
Wassermelonen enthalten 93% Wasser,  haben auf 100 g  mit 20,3 erfreulich wenig Kalorien, 88,6 mg Kalium und 11 g Magnesium sowie 4,5 g Kohlehydrate. Die Universtät A&M in Texas will sogar herausgefunden haben, daß die Wassermelone eine Art natürliches Viagra sei. Besonders in dem weißen Teil unter der Schale – den eigentlich niemand ißt – befänden sich Wirkstoffe, die denen des Viagra ähnlich seien.
Melonensalat mit geräucherter Makrele
Gut gekühlte Wassermelone, Honigmelone und Cantaloupe Melone
2 Dosen geräucherte Makrelenfilets
Apfelessig
kalt gepresstes Sonnenblumenöl
1 Zweig frische Minze
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Makerelenfilets abtropfen lassen und in Stücke zupfen. Melonen schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Minzeblättchen in Streifen schneiden. Alles in eine Schüssel füllen.

Aus Apfelessig, Sonnenblumenöl, Salz und Pfeffer eine Vinaigrette rühren. Über den Salat gießen und vorsichtig mischen. Für 30 Minuten im Kühlschrank kühlen.

Mittwoch, 20. Juli 2011

Tapa Nr. 13: Melone mit Schinken

Das ist die ideale Tapa für Leute, die noch nicht kochen können. Einfacher geht es kaum. Melonenwürfel in eine Schinkenscheibe wickeln, feststecken und mit einer Umdrehung schwarzen Pfeffers bestreuen. Gerade an heißen Sommertagen ist diese Tapa herrlich erfrischend und schmeckt vorzüglich, wenn....ja wenn die Zutaten stimmen. Denn mit der Qualität und dem Reifegrad der Melone steht und fällt die Tapa Nr. 13.

In Spanien nimmt man dafür meistens die in der Form dem ovalen Rugbyball ähnelnde grüne Melone mit dem kuriosen Namen Piel de Sapo (Krötenhaut). Vermutlich bezieht sich der Name auf die knubbelige, gelegentlich fast warzige, grüne Schale dieser Melone. Sie ist meist gegessene Melone in Spanien. Das Hauptanbaugebiet ist die Region Castilla-La Mancha, wo auch Don Quijote herstammt. Im Mai wird sie gesät und wächst im Freien. Die Ernte beginnt etwa Mitte Juli und dauert bis September.


Eine reife Melone Piel de Sapo hat hellgelb-grünes bis fast weißes Fruchtfleisch, ist sehr süß und saftig und aromatisch, mit einem deliziösen leichten Honigaroma im Abgang.
Nur wann ist eine Melone reif? Da ich das bis heute nicht mit Sicherheit sagen kann, außer bei der Cantaloupe Melone, überlasse ich das meinem Melonenverkäufer auf dem Wochenmarkt. Man muß ihm nur sagen, ob man die Melone heute oder  später essen will. Dann sucht er die richtige aus. Ich drohe ihm zwar immer an, daß ich die Melone zurückbrächte, wenn sie nicht  gut sei, habe es aber noch nie tun müssen. Sie war immer ausgezeichnet. Statt der grünen Melone kann man auch die gelbe Honigmelone nehmen oder natürlich eine Galia oder auch die Cantaloupe Melone mit dem orangefarbenen, duftenden Fruchtfleisch.

Was den Schinken anbelangt: Ideal wären ein spanischer Jamón Serrano oder ein italienischer Parmaschinken. Die oft geräucherten deutschen "rohen" Schinken passen nach meinem Geschmack nicht so gut zur Melone.


 Tapa Nr. 13: Melone mit Schinken
1 gut gekühlte, reife Melone nach Wahl, am besten die grüne Melón Piel de Sapo
100 g Schinken Jamón Serrano in dünne Scheiben geschnitten
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zahnstocher

Die Melone vierteln, die Schale abschneiden, Melone mit Hilfe eines Löffels entkernen und in mundgerechte Würfel schneiden.
Schinkenscheiben der Länge nach halbieren. Schinken um die Melonenwürfel wickeln und mit einem Zahnstocher feststecken. Mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen.

Montag, 27. Juni 2011

Sommersalat mit Melone, Fetakäse und Anchovisvinaigrette

Salate die Früchte verwendet werden, findet man immer öfter. Früchte sind auch ein kleiner Trick Leute, die sonst nicht so für Salate zu haben sind, zum Salatessen zu bringen. Gerade an heißen Sommertagen bieten sich Salate wie dieser Melonensalat mit Fetakäse und Anchovisvinaigrette als wohlschmeckende Erfrischung an.
Ideal ist es, wenn alle Zutaten gut gekühlt direkt aus dem Kühlschrank verwendet werden. Da der Salat rasch zubereitet ist, bleibt er auch schön kühl. Mir schmeckt zu diesem Salat die orangefarbene Cantaloupe Melone mit ihrem feinen Geschmack am besten. Man kann jedoch auch jede andere Melone verwenden.
 
Die Cantaloupe Melone ist eine Varietät der Zuckermelone (Cucumis melo). Sie verdankt ihren Namen dem italienischen Städchen Cantalupo nördlich von Rom. Die Päpste, die schon immer wussten was gut für sie ist, ließen die Melonenart um 1700 in päpstlichem Gärtem angepflanzen. Heute wird die Cantaloupe Melone vor allem in Spanien, Frankreich und Italien angebaut. Sie ist etwa von Mai bis September erhältlich.
Varianten der Cantaloupe sind die Charentais Melone, die fast ausschließlich in Frankreich angebaut wird und die Cavaillon Melone.

Wenn sie genau richtig reif ist, verströmt die Cantaloupe Melone einen angenehmen, süßen Geruch. Ist sie überreif riecht sie zu intensiv, leicht vergoren und unangenehm.




Den Pfiff bringt die Vinaigrette mit Anchovis. Die Sauce schmeckt keineswegs nach Fisch, sondern feinwürzig.
Wir essen den Melonensalat als erfrischende Vorspeise oder als leichtes Abendessen an heißen Sommertagen.

Irgendwie wollte mir das Foto nicht gelingen. Ich habe die Melonenwürfel dreimal vorsichtig  abgewaschen, bis das Foto so war, wie ich es mir vorgestellt hatte.


Sommerlicher Melonensalat mit Fetakäse und Anchovisvinaigrette
1 Cantaloupe Melone oder Cavaillonmelone
250 g Fetkäse
Bunte Salatblätter (Feldsalat, Eichblattsalaat, Senfblätter, Rote-Bete-Blätter, Friséesalat, Rucola, etc.)
Für die Anchovisvinaigrette:
4 EL mildes Olivenöl nativ extra
2-3 EL Zitronensaft oder Sherryessig
1 EL Sesamöl
5 inÖl eingelegte Anchovis
6 große Basilikumblätter
1 EL Honig
12 Walnußkerne oder Mandeln

Für die Vinaigrette Anchovisfilets, Zitronensaft und Honig mit dem Pürierstab fein pürieren . Zum Schluß Sesam- und Olivenöl zufügen und kurz mitpürieren.
Walmußkerne mittelfein hacken.

Salatblätter waschen und trockenschleudern. Auf  Teller verteilen. Melone in Segmente schneiden, Schale abschneiden, Fruchtfleisch entkernen und grob würfeln. Fetakäse würfeln. Beides über die Salatblätter verteilen. Mit der Vinaigrette beträufeln und den Walnußkernen und fein gehacktem Basilikum bestreuen.